Bemerkung des Namesgebers der Militärakademie der exDDR zur Waffenentwicklung:

"Die Entwicklung der Waffen ist jeweils vom Stand und von der Entwicklung der Produktivkräfte abhängig. Nichts ist abhängiger von ökonomischen Vorbedingungen als gerade Armee und Flotte. Bewaffnung, Zusammensetzung, Organisation, Taktik und Strategie hängen vor allem ab von der jedesmaligen Produktionsstufe und den Kommunikationen."


Waffen - Zeitzeugen der Geschichte

Waffen gibt es seit der Menschwerdung. Der Mensch bedurfte ihrer, um sich im Kampf gegen die Natur durchzusetzen, und er gebrauchte sie schließlich auch im Kampf gegen seinesgleichen. Es darf dabei nicht übersehen werden, dass - zumindest in der frühmenschlichen Periode - die Waffe gleichzeitig Werkzeug war. Es ist heute schwer zu entscheiden, welchem Zweck das Instrument primär diente, dass heisst, ob es als Werkzeug oder als Waffe geschaffen wurde.

Die Menschen haben zu allen Waffen verschiedenartige Beziehungen, die von kritikloser Bewunderung bis zur Verdammung reichen können. So lange die Waffen sich bloss auf die Gesetze der Mechanik gründeten, war ihre Struktur sowie ihre Wirkung höchst einfach. Diese einfache Anwendung der Mechanik auf die Waffen wurde durch die Hilfe der Chemie verdrängt. Die Erfindung des Schiesspulvers öffnete dem Erfindungsgeist ein grosses Feld. Es war der Beginn des Zeitalters der Feuerwaffen. Es bleibt unbestrittene Tatsache, dass die Feuerwaffen wichtige materielle Belegstücke der menschlichen Vergangenheit, deren beredte Zeugen vorstellen. Ihre Aussage ist deutlich, vielseitig und dokumentarisch.